Emotionen verstehen und regulieren
Wut, Angst und Frust sind ganz natürliche Emotionen, die Kinder im Laufe ihrer Entwicklung erleben. Doch wie können wir ihnen helfen, diese Emotionen zu erkennen und gesund damit umzugehen? In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Wut und den Frust, die häufige Begleiter im Alltag von Kindern sind.
Wut und Frust: Was steckt dahinter?
Wenn Kinder wütend oder frustriert sind, kann das verschiedene Ursachen haben. Oft sind es Kleinigkeiten, die für uns als Erwachsene unbedeutend erscheinen, für das Kind aber eine große Herausforderung darstellen. Zum Beispiel kann das Scheitern bei einem Spiel oder das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden, extreme Wut hervorrufen.
Praktischer Umgang mit Wut
Wichtig ist, dass Kinder lernen, ihre Wut zu benennen und auszudrücken. Hier ein paar einfache Sätze, die ihr gemeinsam üben könnt:
- „Ich bin wütend, weil ich nicht das Spielzeug bekommen habe, das ich wollte.“
- „Ich fühle mich frustriert, wenn meine Freunde nicht mit mir spielen wollen.“
Indem sie ihre Gefühle benennen, verstehen sie besser, was in ihnen vorgeht. Das bietet auch die Möglichkeit, Lösungen zu finden. Ihr könnt zusammen besprechen, wie sie in solchen Situationen reagieren können. Zum Beispiel: „Wenn ich wütend bin, atme ich tief durch und zähle bis fünf.“
Praktische Übungen für zu Hause
Hier sind ein paar Übungen, die du mit deinem Kind machen kannst:
- Die Wutkiste: Stelle eine Kiste bereit, in die dein Kind Dinge tun kann, wenn es wütend ist: z.B. Kissen schlagen, laut schreien oder einfach einen Moment alleine sein.
- Gefühlsbarometer: Gemeinsam könnt ihr ein Gefühlsbarometer erstellen, wo ihr täglich die Stimmung deines Kindes festhaltet. So sieht es, wann es wütend war und kann lernen, diese Gefühle frühzeitig zu erkennen.
Häufige Fragen
Wie reagiere ich, wenn mein Kind wütend wird?
Bleib ruhig und höre deinem Kind zu. Frage nach, was es wütend macht, und unterstütze es beim Benennen seiner Gefühle.
Wann sollte ich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen?
Wenn die Wutausbrüche deines Kindes häufig und extrem sind und den Alltag stark beeinträchtigen, kann es sinnvoll sein, einen Experten hinzuzuziehen.
Wie kann ich mein Kind bei der Emotionsregulation unterstützen?
Indem du ihm beibringst, Gefühle zu benennen, und ihm Hilfsmittel an die Hand gibst, um besser mit seinen Emotionen umzugehen.
Gibt es Übungen zur Emotionsregulation für Kinder?
Ja, zum Beispiel das Atmen mit dem Bauch oder das Fühlen von Gegenständen, um sich zu beruhigen.
Wenn du mehr über die Stärkung von Selbstvertrauen und Resilienz bei deinem Kind erfahren möchtest, schau dir mein Trainingsprogramm „Stark für Kinder“ (früher „Stark auch ohne Muckis“) an. Hier lernen Kinder, wie sie ihre Emotionen regulieren und stark bleiben können, egal was passiert.
Nicht sicher, wo dein Kind gerade steht? Mach den Löwen-Check: zwei Minuten, acht Fragen, zwei Übungen für heute Abend.
Ihr wohnt im Ruhrgebiet?
Dann gibt es das Training auch als Kurs vor Ort: zwei Vormittage in einer kleinen Gruppe, für Kinder von 6 bis 10 Jahren.
- Grundkurs in Essen-KettwigSa 5. und So 6. Dezember, 10:00 bis 12:30 Uhr, 69 €Plätze freiPlatz buchen
- Grundkurs in Mülheim an der RuhrSa 20. und So 21. Februar 2027, 10:00 bis 12:30 Uhr, 75 €Plätze freiPlatz buchen
Das könnte dir auch helfen
- Resilienz bei Kindern stärken
- Mein Kind kann nicht verlieren, so lernt es, mit Frust umzugehen
- Kind hat keine Freunde, was steckt dahinter?

Svenja Bütefür
Ich bin zertifizierte Resilienztrainerin für Kinder nach „Stark für Kinder“ und gebe offene Kurse in Essen-Kettwig und Mülheim an der Ruhr. Mehr über mich
